Protokoll: Planet Erde
Bericht von Arog, Ressourcenforschungsteam
Abteilung Forschung und Messtechnik
Der Planet enthält viele Gebiete mit ausreichender EXOR-Konzentration, die für unsere Zwecke also gut geeignet engestuft werden kann. Die Bewohner des Planeten produzieren EXOR kontinuierlich nach.
EXOR wird als Schadstoff betrachtet und gefährdet die Gesundheit der Bewohner in Bereichen mit hoher Konzentration. Es gibt deshalb Bestrebungen die EXOR Produktionen zu drosseln und es wird nach Alternativen gesucht. Erfolge in der Umsetzung gelingen mangels dieser Alternativen nur mäßig, sind aber im Auge zu behalten.
Es wäre für die Bewohner des Planeten ein klarer Vorteil wenn wir das EXOR absaugen und verwerten würden. Ein Abkommen mit der Regierung des Planeten wäre von Vorteil für beide Seiten und würde eines der größten Probleme des Planeten Erde nachhaltig lösen.
Aus unserer Sicht müsste die Planetenregierung uns mit offenen Armen empfangen.
Bericht von Nigok,
Abteilung für Einwohnerrecherche
Gefundenes Frequenzmaterial berichtet von negativen Konfrontationen mit den Bewohnern anderer Planeten des Systems. Nur wenige dieser Planeten sind uns überhaupt bekannt. Auf den wenigen uns bekannten dieser Planeten gibt es unserer Information nach keine Bewohner. Völker wie Klingonen oder Kardassianer sind uns nicht bekannt, auch gibt es unseres Wissens keine Planeten die den Beschreibungen von den Planeten Vulkan, Melmac oder LV-426 entsprechen.
Die Auswertung des Frequenzmaterials ist widersprüchlich. Die meisten der dokumentierten Vorfälle führten zur Auslöschung des Planeten, was anscheinend nicht der Realität entspricht.
Die Einwohner des Planeten befinden sich in einer frühen Phase der angehobenen Intelligenzentwicklung. Aggression und Selbstsucht spielen noch eine große Rolle in der Struktur des Planeten.
Zusammenarbeit wird bereits angestrebt, die Entwicklung allerdings konsequent sabotiert. Voraussichtliches Gelingen frühestens in einigen Jahrhunderten.
Der Planet ist in viele winzige Sektionen aufgeteilt, jede davon wird von einem separaten Führungsteam geleitet. Auch das geschieht aggressiv und korrupt. Entgegen dem Anspruch an Zusammenarbeit werden Besitzansprüche gestellt und mit Gewalt durchgesetzt.
Misstrauen und Argwohn sind somit weitverbreitet.
Das Frequenzmaterial deutet zudem auf großes Misstrauen und Ablehnung gegenüber den Bewohnern des restlichen Universums hin.
Verhandlungen mit den Bewohnern des Planeten sehen wir als unmöglich an. Selbst wenn Verträge mit einigen der Führungsteams möglich wären, würde ein Großteil der Bevölkerung mit Angst und Misstrauen reagieren und uns postwendend den Krieg erklären. Mehrere Führungsteams würden sich zusammentun und versuchen unsere EXOR-Tankschiffe zu vernichten.
Außerdem würde es zu Ausschreitungen gegenüber unserer Vertragspartner kommen, was zur Vernichtung mehrerer Sektionen des Planetens führen würde.
Letzendlich verfügen die Bewohner des Planeten nicht über die Technik, die unseren Schiffen bedrohlich werden könnte, die Zerstörung eines Großteils der Sektoren würde aber die EXOR-Produktion stark einschränken und eventuell komplett versiegen lassen.
Aus unserer Sicht lohnen sich Verhandlungen mit dem Planeten Erde nicht, da es keine einheitliche Vertretung gibt.
Prognose:
Die Zerstörung der Bevölkerung des Planeten schreitet zügig voran. Die Zusammenarbeit der verschiedenen Führungsteams ist nicht gegeben, was sich in naher Zukunft vermutlich nicht ändern wird.
Auch haben die Bevölkerung und ihre Führung zu viel Angst und Misstrauen, um mit uns in Verhandlungen zu treten und unsere Hilfe anzunehmen. Der Planet eignet sich unter den gegebenen Umständen nicht für eine konstante, komplikationslose EXOR-Gewinnung.
Empfehlung:
Die effizienteste Vorgehensweise erscheint uns, den Planeten sich selbst zu überlassen. Nachdem die Bevölkerung sich selbst ausgelöscht hat, gibt es ein kurzes Zeitfenster um freigesetztes EXOR zu gewinnen. Ein kleines Tankschiff wird ausreichend sein.
Sollte die Bevölkerung wider Erwarten eine Auslöschung verhindern können, können Verhandlungen eventuell zu einem späteren Zeitpunkt angesetzt werden.