Der Teleporter Beta 2.0
Stefan brachte oft coole Prototypen von der Arbeit mit nach Hause, aber das hier war definitv das geilste Teil ever, das er jemals mitgebracht hatte – wenn es denn tatsächlich funktionierte!
Sofia stand aufgeregt am Küchentresen und betrachtete das kleine Gerät. Eigentlich sah es sehr unspektakulär aus – eine Mischung aus Mobiltelefon und Taschenrechner. Es hatte ein nicht besonders großes, rechteckiges Display und darunter befand sich eine Tastatur mit kleinen erhobenen Knöpfen, kein Touchscreen.
Wenn es funktionierte, würde es ihr Shoppingtouren in Paris und New York erlauben, sie könnte Kaffeetrinken in Madrid und Sonne tanken am Strand von Rio.
Sofia stand aufgeregt am Küchentresen und betrachtete das kleine Gerät. Eigentlich sah es sehr unspektakulär aus – eine Mischung aus Mobiltelefon und Taschenrechner. Es hatte ein nicht besonders großes, rechteckiges Display und darunter befand sich eine Tastatur mit kleinen erhobenen Knöpfen, kein Touchscreen.
Wenn es funktionierte, würde es ihr Shoppingtouren in Paris und New York erlauben, sie könnte Kaffeetrinken in Madrid und Sonne tanken am Strand von Rio.
„Funktioniert das tatsächlich?“ fragte sie Stefan. „Hast du es ausprobiert?“
Stefan nickte.
Stefan nickte.
„Ja, ich war damit auf einem Meeting in Shanghai und ich hab mir ein echtes italienisches Gelato auf Capri gegönnt. Das war übrigens sauteuer!“
„Und es ist sicher?“ hakte Sofia nach.
„Und es ist sicher?“ hakte Sofia nach.
„Absolut, es kann nichts schiefgehen. Der Teleporter hat alle Tests bestanden und geht gerade durch die letzten Zulassungsprüfungen. In einem halben Jahr kann sich jeder der genug Geld hat so ein Ding im Internet bestellen.“
Sofia wurde immer aufgeregter.
„Lass es uns ausprobieren!“ forderte sie Stefan auf.
„Lass es uns ausprobieren!“ forderte sie Stefan auf.
„Klar,“ sagte dieser. „Wohin möchtest du?“
Seine Frau überlegte kurz.
„London.“ sagte sie dann. „Ja, ein Spaziergang in London, das wäre fantastisch!“
Stefan nahm das kleine Gerät und begann zu tippen. „Es ist ganz einfach,“
erklärte er ihr. „Du drückst hier auf Ziel und gibst dann hier ein wo du hinwillst. Wenn du allgemein London eingibst, kommst du irgendwo ziemlich zentral gelegen an. Du kannst aber auch Begriffe wie Stadtrand, Strand oder eine Sehenswürdigkeit eingeben, wenn du es genauer haben willst. Ein bisschen Recherche vorher ist also ganz gut!“
Bei London war es keine Frage. Stefan tippte den Namen des kleinen Restaurants ein, in dem sie das letzte Mal Essen waren, drückte auf eine Kopf mit der Aufschift „Port“ und reichte ihr die Hand.Der Teleporter begann langsam zu vibrieren und am vorderen Ende erschien ein Breiter blauer Strahl. Er richtete ihn auf den Fußboden, wo er eine runde blaue Fläche erzeugte, in die er hineintrat. Sofia zog er mit sich in den Kreis. Nun sah sie ihre Küche wie durch eine blaue Sonnenbrille. Die Konturen begannen leicht zu wabern, dann verschwammen sie, lösten sich auf, und setzten sich letztenlich wieder neu zusammen. Es erschien, in blaues Licht getaucht, ein ihr bekannter Straßenzug, eine Häuserfront und direkt vor ihr ein Mann Mitte vierzig, der wie erstarrt stehen geblieben war und ihr verwirrt ins Gesicht sah. Sofia trat zur Seite und nur langsam setzte er sich wieder in Bewegung und lief an ihr vorbei.
„Die Firma wird nach und nach sogenannte Teletubes einrichten, in denen man dan materialisiert werden kann. Das ist auch wesentlich sicherer. Natürlich ist auch jetzt schon alles so eingestellt, dass man nicht einfach irgendwo auf der Autobahn oder in der Themse landen kann. Aber das wird alles in den nächsten sechs Monaten präzesiert werden und in den Jahren danach wird das System immer besser und engmaschiger ausgebaut.“
Seine Frau war beeindruckt. Staunend sah sie sich in der kleinen Gasse um in der sie gelandet waren. Sie standen genau vor dem Eingang des „Scarlett Blue“, einem kleinen Restaurant in dem sie letzten Sommer so ausgezeichnet gegessen hatten.
Drei Monate später saß Sofia nicht zum ersten Mal mit einem Chroissant und einem Cafe O´le im Gastgarten eines kleinen Cafes unter einem Heizpilz. Blick auf den Eifelturm inklusive. Den fand sie zwar gar nicht so schön, aber das Flair in der Pariser Innenstadt hatte es ihr angetan. Sie liebte es durch die kleinen Straßen zu flanieren, in kleinen exquisiten Boutiquen zu stöbern, und sie hatte eine besondere Vorliebe für all die sphärischen Antiquitätenläden entdeckt, die sie in ihrem Lieblingsviertel an jeder Ecke vorfand.
Die letzten Monate waren aufregend gewesen. Weihnachtseinkäufe in New York, bummeln in Paris, London und Madrid, Abendessen in Saint Tropez. An ihrem Geburtstag hatte Stefan sie zu einem unvergesslichen Abend in Las Vegas eingeladen. Es gab ein luxuriöses Abendessen in einem wirklich noblen Hotel. Die Casinos allerdings hatten sie ausgelassen und sich statt dessen die Attraktionen der berühmten Hotesl angesehen. Sie waren mit der Achterbahn im New York, New York gefahren, hatten die Brunnen am Bellagio bewundert und die Piratenshow des Treasure Island genossen. Zum Abschluss hatte Stefan noch eine endlose lange Hummerlimosine gemietet, die sie am Boulevard auf und ab fuhr.
Die letzten Monate waren aufregend gewesen. Weihnachtseinkäufe in New York, bummeln in Paris, London und Madrid, Abendessen in Saint Tropez. An ihrem Geburtstag hatte Stefan sie zu einem unvergesslichen Abend in Las Vegas eingeladen. Es gab ein luxuriöses Abendessen in einem wirklich noblen Hotel. Die Casinos allerdings hatten sie ausgelassen und sich statt dessen die Attraktionen der berühmten Hotesl angesehen. Sie waren mit der Achterbahn im New York, New York gefahren, hatten die Brunnen am Bellagio bewundert und die Piratenshow des Treasure Island genossen. Zum Abschluss hatte Stefan noch eine endlose lange Hummerlimosine gemietet, die sie am Boulevard auf und ab fuhr.
Zum Abendessen brachte Sofia frisches Baguette aus Paris mit, darüber freute Stefan sich immer besonders.
„Und, was hast du morgen so vor?“ fragte er.
„Ich glaube morgen chille ich ein bisschen. Mein Plan ist mir eine kleine unbewohnte Insel in der Südsee zu suchen und da einen schönen Nachmittag am Strand zu verbringen.“
Stefan nickte.
„Das klingt nach einem guten Plan!“ sagte er. „Vergiss bloß nicht, dich einzucremen!“
Am nächsten Nachmittag suchte sie sich eine einsame Insel in der Südsee aus und zog ihren knappsten Bikini an. Sie packte ein paar Snacks, eine Flasche Wasser, ein paar Zeitschriften und zwei große Strandtücher in eine Tasche. Ein paar Klicks auf dem Teleporter und schon lag sie an einem strahlend weißen Sandstrand auf einer winzigen unbewohnten Insel. Ab und an sah sie ein Boot weiter draußen auf dem Meer vorbeiziehen und außer ein paar Vögeln, dem Rauschen des Windes in den Kokospalmen hinter ihr und den sanften Wellen des Meeres vor ihr war kein Laut zu hören.
Es war wirklich ein tiefenentspannter Nachmittag. Sofia hatte durch ihre Zeitschriften geblättert und sich mit dem neuesten Klatsch und Tratsch vertraut gemacht. Sie war im tiefblauen Meer geschwommen und hatte im Schatten einer Palme ein Nickerchen gehalten. Doch nun sagte ihre Armbanduhr, dass es Zeit war nach Hause zu porten. Schon bald würde Stefan heimkommen und sie freute sich schon auf ein gemütliches Abendessen mit ihm.
Sie zog den Teleporter aus der Tasche und drückte auf den Knopf mit der Aufschrift „Home“. Zuverlässig erschien ihre Adresse auf dem kleinen Display und die Frage, ob sie sich dahin portieren wolle. Sofia tippte auf „Ja“ und dann auf „port“. Wie sonst auch hielt sie den Teleporter nach unten und wartete auf den blauen Kreis.
Es war wirklich ein tiefenentspannter Nachmittag. Sofia hatte durch ihre Zeitschriften geblättert und sich mit dem neuesten Klatsch und Tratsch vertraut gemacht. Sie war im tiefblauen Meer geschwommen und hatte im Schatten einer Palme ein Nickerchen gehalten. Doch nun sagte ihre Armbanduhr, dass es Zeit war nach Hause zu porten. Schon bald würde Stefan heimkommen und sie freute sich schon auf ein gemütliches Abendessen mit ihm.
Sie zog den Teleporter aus der Tasche und drückte auf den Knopf mit der Aufschrift „Home“. Zuverlässig erschien ihre Adresse auf dem kleinen Display und die Frage, ob sie sich dahin portieren wolle. Sofia tippte auf „Ja“ und dann auf „port“. Wie sonst auch hielt sie den Teleporter nach unten und wartete auf den blauen Kreis.
Doch nichts geschah. Sie wartete einen Moment, dann presste sie den Knopf erneut. Wieder nichts.
Ein Blick auf das Display ließ sie trotz der Hitze kalt erschaudern. Statt der Adresse oder der Aufforderung nun „port“ zu drücken blinkten ein leerer Balken und das Wort „Batterie“
Sofia hatte nie darüber nachgedacht wie das kleine Ding in ihrer Hand genau funktionierte. Auch Stefan hatte nie etwas über Akkus oder Batterie gesagt – schon gar nicht, dass die Batterie ausgehen könnte. Verzweifelt sah sie sich um. Warum passierte das ausgerechnet hier, fernab von jeglicher Zivilisation? Was sollte sie jetzt tun? Verflixt, sie hatte ja nicht einmal etwas zum Anziehen mitgenommen – und nun stand sie hier auf einer sandigen Südseeinsel, fast nackt und schutzlos. Sie hatte zwar ihre Kreditkarte dabei, aber das half ihr hier kein bisschen.
Sie sah sich um. Leider hatte sie auch nicht so genau nachgelesen, was sich auf dieser Insel befand. Sie war sehr klein und bestand hauptsächlich aus Strand, ein paar Felsen und einem kleinen Wald in der Inselmitte. War das ein Wald? Oder eher Dschungel? Gab es hier giftige Tiere? Raubtiere? Giftige Pflanzen?
Verdammt. Warum hatte sie ihr Handy nicht mitgenommen? Aber vermutlich hätte sie hier ohnehin keinen Empfang. Sofia spürte, wie sich Angst allmählich breit machte. Sie ging über den Strand bis ans Wasser und blickte aufs Meer. Da hinten segelte eine Yacht vorbei, doch sie war viel zu weit weg um die Menschen darauf auf sich aufmerksam zu machen. Auch am Himmel über ihr zeigte sich nicht nur keine einzige Wolke sondern auch keine Spur von einem Flugzeig oder Helikopter.
„Bleib ganz ruhig“ sagte sie sich. Bestimmt würde Stefan nach ihr suchen. Konnte man den Teleport nachverfolgen? Sie wusste nicht, ob die Daten aufgezeichnet wurden. Stefan wusste, dass sie auf eine Südseeinsel wollte, doch davon gab es jede Menge. Gab es eine Chance, dass er sie vor Einbruch der Dunkelheit finden würde? Und was, wenn er sie gar nicht finden würde? Wie lange konnte sie hier überleben? Sie war nichts weiter als ein verwöhntes Stadtgör, wie sollte sie sich in dieser Wildnis zurechtfinen?
Zu allem Überfluss konnte sie nun erkennen wie die Sonne allmählich zu sinken begann. Nicht mehr lange und es würde dunkel werden. Misstrauisch betrachtete sie Felsformation an der sie saß. Die Steine konnten ihr zwar etwas Schutz bieten, doch konnte sie nicht sicher sein, mit wem sie dieses Plätzchen würde teilen müssen? In ihren Gedanken krabbelten hier nachts zumindest ein paar Spinnen und andere Insekten durch. Ob es hier Skopione gab? Oder giftige Schlangen?
Als Stefan spätabends nach Hause kam, dachte er erst, dass seine Frau sich schon hingelegt hatte. Er hatte ihr mehrere Nachrichten auf dem Handy hinterlassen, doch er wusste, sie hatte keine einzige davon gelesen. Ein bisschen besorgt sah er im Schlafzimmer nach, dann im Bad und schließlich durchsuchte er das ganze Haus. Anfangs war er gar nicht so beunruhigt, denn er sah dass auch der Teleporter nicht da war und nahm also an, dass Sofia sich irgendwo einen schönen Abend gönnte.
Doch je mehr er darüber nachdachte, umso ungewöhnlicher erschien ihm die Sache. Warum hatte sie nicht Bescheid gesagt? Und warum hatte sie ihr Handy nicht mitgenommen?
Es war schon weit nach Mitternacht, dennoch machte er es sich im Wohnzimmersessel gemütlich um auf seine Frau zu warten. Sie würde bestimmt gleich auftauchen, den sie kam eigentlich nie nach ein Uhr nach Hause.
Ein paar Stunden später schreckte er hoch und sah zu der großen Standuhr neben dem Sofa hinüber. Sie zeigte fast 4.30 Uhr. Sonst hatte sich nichts geregt. War Sofia inzwischen nach Hause gekommen und wollte ihn nicht wecken? Müde stand er auf und schlufte ins Schlafzimmer. Doch weder da noch im restlichen Haus hatte sich irgendetwas verändert. Kein Spur von ihr. Das war definitiv der richtige Zeitpunkt um sich Sorgen zu machen. Stefan checkte noch einmal das ganze Haus, suchte einerseits nach Sofia und andererseits nach dem Teleporter. Beides blieb verschwunden.
Und so griff er sich seine Autoschlüssel und fuhr zurück ins Büro. Er weckte seinen Kollegen Simon, der viel mehr Ahnung von der Technik der Teleporter hatte und schleifte ihn an den Computer. Man konnte alle Geräte orten, soviel wusste er.
„Der Porter ist definitiv ausgeschaltet“ sagte Simon nach dem ersten Check. „Er ist entweder defekt, oder … Ihr habt doch die Batterie regelmäßig ausgetauscht?“
Stefan schlug sich mit der Hand auf die Stirn.
„Ehrlich gesagt, ich kann mich nicht daran erinnern, ob ich Sofia gesagt habe, dass sie darauf achten soll. Aber selbst dann könnte sie doch immer noch anrufen. Sie hat zwar ihr Handy nicht dabei, aber ein Telefon findet man ja überall …“ überlegte er laut.
„Oh nein!“ stöhnte er dann entsetzt auf. „Die Südseeinsel! Sie wollte sich einen schönen Nachmittag auf einer einsamen Insel machen!“
„Genau das hat sie auch.“ grinste Simon. „Keine Panik. Ich kann den letzten Standort orten, an dem das Gerät benutzt wurde. Und das war eine kleine Inselgruppe namens Nuku Iku irgendwo im Pazifik. Komm, wir schnappen uns einen Teleporter aus dem Fundus und sehen da mal nach – es sind insgesamt nur drei Inseln.“
Und so wurde Sofia nach einer ausgesprochen ungemütlichen Nacht durch die Rufe ihres Mannes geweckt, nie zuvor hatte sie sich so gefreut ihn zu sehen. Ihre Begeisterung für den Teleporter ließ danach allerding doch ein wenig nach.